Sexuelle Gewalt

Von sexueller Gewalt spricht man, wenn ein Mädchen oder ein Junge von einem Erwachsenen oder älteren Jugendlichen als Objekt für die Befriedigung eigener sexueller Bedürfnisse benutzt wird oder von einem anderen mit Gewalt zu sexuellen Handlungen gezwungen wird.

Kinder oder Jugendliche sind auf Grund ihrer geistigen und emotionalen Entwicklung nicht in der Lage, sexuellen Beziehungen zu Erwachsenen wissentlich zuzustimmen. Sie suchen in erster Linie positive Beziehungen und wollen keine Sexualität. Täter oder Täterinnen nutzen das Macht- oder Abhängigkeitsverhältnis aus. Nur etwa 6 % der Täter sind den Kindern fremd.

Die Übergänge von Zärtlichkeiten zu sexueller Bedrängnis sind fließend und für Kinder oder Jugendliche manchmal sehr spät wahrnehmbar.

Sexuelle Gewalt hat viele Gesichter. Sie umfasst unter anderem

  • Zwang zu Handlungen wie Berühren und Manipulieren der eigenen Geschlechtsteile,
  • Zwang die Geschlechtsteile der Erwachsenen zu manipulieren,
  • Zwang sexuelle Aktivitäten unter Erwachsenen anzusehen oder daran teilzuhaben,
  • wenn ein Erwachsener ein Kind für pornographische Zwecke ausnutzt,
  • Kinder mit pornographischen Filmen konfrontiert,
  • Zwang zur Selbstbefriedigung und/ oder den Erwachsenen zu befriedigen,
  • oraler, analer und/ oder vaginaler Geschlechtsverkehr.